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Pressestimmen

Magie der Musik und des Ortes [FT, Marion Nikol]

KULTKONZERT: Die „Lieder auf Banz“ 2019 regten zum Singen, Tanzen, Lachen und Nachdenken an. Urgesteine, alte Bekannte und die Musikmacher von morgen machten einen lauen Sommerabend zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Kloster Banz — Nicht nur jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Auch wiederkehrende Momente können magisch sein, wenn sie mit der Macht der Musik 4000 Menschen miteinander verbinden. Die „Lieder auf Banz“ hatten 2019 wieder viel zu bieten: mitreißende Rhythmen, klugeTexte, bittersüßen Humor und zahlreiche Gänsehautmomente vor einer eindrucksvollen Kulisse. Als Gastgeber führte auch in diesem Jahr das A-cappella-Ensemble Viva Voce durch den Abend, das mit seiner sympathischen Spontaneität selbst die Umbaupausen zu musikalischen Highlights machte.

„Seids friedlich und schee“, begrüßte zunächst Hannes Ringlstetter die Besucher, bevor er und seine Band mit bayerischem Rock und Reggae den stimmungsvollen Auftakt machten. Ebenfalls aus dem Süden Bayerns wehte mit Hans Well & die Wellbappn frischer Satirewind herein. Die gesangskabarettistische Familienbande nahm kein Blatt vor den Mund, als sie sich in bester Manier der Biermösl Blosn über Politik oder auch die Automobilindustrie echauffierte. Doch nicht nur Bayern, sondern auch die Schweiz war zu Gast in Franken. Der Autor, Musiker und Komponist Roger Stein stand bereits 2013 als Nachwuchspreisträger auf der Banzer Freilichtbühne und offenbarte an diesem Abend den Facettenreichtum seiner Songpoesie.

Auch neue Gesichter 
Als es in der zweiten Hälfte des Abends hieß „Heit wird damois, damois wird heit“ konnte nur einer auf der Bühne stehen – Wolfgang Ambros, der Urvater des Austropops. Er hatte das „Skifoarn“ ebenso im Gepäck wie die „Wintersun“ und dürfte wohl ausgerechnet auf der Klosterwiese einen Heidenspaß gehabt haben, über Jesus und die Vergänglichkeit der Schwärmerei zu singen. Umsomehr schwärmen durfte hingegen das Publikum von Julia Neigels neuem Sound. Die seit drei Jahrzehnten erfolgreiche Ausnahmesängerin zeigte sich von einer völlig neuen Seite: Statt mit Rockklängen verwöhnte sie das Publikum mit herzlich-sinnlicher Akustik und wurde dabei von Multi-Instrumentalist Uwe Hassbecker und der Rocklegende Dieter „Maschine“ Birr begleitet.

Sehr zur Freude der Zuschauer hatte sich an diesem Abend auch Wolfgang Niedecken mitten in seiner Sommertour mit BAP einen kleinen Solo-Abstecher zum Kloster Banz erlaubt. Doch „solo“ blieb er auf der Bühne nicht lange, sondern feierte mit seinen Freunden Hannes Ringlstetter, Werner Schmidbauer, Martin Kälberer und Pippo Pollina ein interkulturelles Musikfest in kölsch-bayrisch-sizilianischer Manier. Davon blieb schließlich noch das außergewöhnliche Trio aus Schmidbauer, Kälberer und Pollina übrig. Und obwohl es bereits nach Mitternacht war, feierten die drei Vollblutmusiker das Leben und beschworen die Leichtigkeit und Lebendigkeit des Südens herauf.

In alter Tradition traten auch wieder junge Künstler neben etablierten Größen auf. Bereits am Vorabend des Festivals hatten sich die Preisträger des Nachwuchswettbewerbs der Hanns-Seidel-Stiftung vor rund 400 Gästen präsentiert. Und nun standen sie vor zehnmal so vielen Zuschauern auf der Freilichtbühne und begeisterten mit außergewöhnlichem Sound, bissiger Satire und hintergründiger Komik. Hier verzückte Christin Henkel die Zuschauer mit humorvoller Poesie und allerlei Gemeinheiten. Auch der Musik-Kabarettist Lennart Schilgen verstand es, die Lachmuskeln der Zuschauer zu trainieren. Belle Fin aus Wien wiederum erzeugten eine klanggewaltige Mischung aus Groove, Jazz, Reggae und Latin, welche sie geschickt mit dem Wienerlied verschmelzen ließen, so dass ein melancholisch-mitreißender Sound entstand, der tief ins Mark ging.

Ein Statement
Wenngleich das Musikalische an diesem Sommerabend im Vordergrund stand, so ließen es sich einige Künstler nicht nehmen, ein Statement gegen Populismus und für Solidarität und eine Willkommenskultur abzugeben – Plädoyers, die stets mit tosendem Applaus beantwortet wurden. Genau diese Verbundenheit von Künstlern und Zuschauern macht die Faszination dieses Musikfestivals aus. Ein Open Air, das in seiner Form einzigartig in Deutschland ist und sicherlich auch nächstes Jahr wieder Tausende auf die Klosterwiese locken wird – ganz im Sinne des Mottos „Ein Abend mit Freunden“.

Die Geschichte eines Zaubers [Mainpost, Marion Nikol]

Die Magie der Musik an einem Sommerabend: Die „Lieder auf Banz“ haben wieder viel zu bieten. Die Künstler bringen Tausende zum Singen, Tanzen, Lachen und Nachdenken – und sorgen für Gänsehautmomente.

Dies ist die Geschichte eines Zaubers.

Ein Zauber, der am Wochenende über die Klosterwiese von Schloss Banz wehte und rund 4000 Menschen erfasste. Ganz egal, ob jung oder alt, weiblich oder männlich, zu Fuß oder per Rollstuhl – die von nah und weit angereisten Besucher verband an diesem Abend vor allem eines: die Liebe zur Musik. Sie alle waren ihrer Begeisterung für jene Künstlerinnen und Künstler gefolgt, die mit Leidenschaft Lieder machen und diese Leidenschaft auch bis weit nach Mitternacht auf der großen Freilichtbühne zum Ausdruck brachten.

Die „Lieder auf Banz“ hatten 2019 wieder viel zu bieten: mitreißende Rhythmen, kluge Texte nach Singer-Songwriter-Art, bittersüßen Humor und zahlreiche Gänsehautmomente vor einer Kulisse, wie sie in einer lauen Sommernacht nicht perfekter hätte sein können. Als Gastgeber führten auch in diesem Jahr die fünf sympathischen Musiker von Viva Voce durch den Abend und durften sich bei ihrem Einstimmungslied dem Publikum ganz nah fühlen – erstmals in der Geschichte des Open Airs konnten sie dieses mitten auf der Wiese zwischen den picknickenden Zuschauern performen. Und damit war das Festival offiziell eingeläutet, die Magie nahm ihren Lauf.

Bayern zu Gast in Franken
„Seids friedlich und schee“, forderte Hannes Ringlstetter gleich zu Beginn die Menge auf, bevor er und seine Band mit bayerischem Rock und Reggae die Stimmung aufheizten. Auch die Aufforderung zum Hüfte schwingen – „ganz egal, ob's noch die echte is oder ned“ – ließen sich viele im Publikum nicht zweimal sagen und wurden rhythmisch mitgerissen, als es bei „Bau mer auf, bau mer ab“ nach Paris, New York und Alteiselfing ging. Klassiker wie „Niederbayern“ durften natürlich ebenso wenig fehlen wie „Es rengt“. Ebenfalls aus dem Süden Bayerns wehte mit „Hans Well & die Wellbappn“ frischer Satirewind nach Franken hinein. Die gesangskabarettistische Familienbande nahm kein Blatt vor den Mund, als sie sich in bester Manier der „Biermösl Blosn“ über Politik oder auch die Automobilindustrie echauffierte. Für das schöne Oberfranken hatten Hans Well und seine Kinder Sarah, Tabea und Jonas noch am selben Tag ein bittersüßes Liedl gedichtet und brachten dabei die ein oder andere Wahrheit ans Licht, als es unter anderem hieß: „Heid sammer im oberfränkischen Paradies, wo‘s Internet noch langsamer als die Sprach’ is.“ Doch nicht nur Bayern, sondern auch ein Schweizer war zu Gast in Franken. Der Autor, Musiker, Liedermacher und Komponist Roger Stein stand bereits 2013 als Nachwuchspreisträger auf der Banzer Freilichtbühne und offenbarte an diesem Abend den Facettenreichtum seiner Songpoesie: Genauso schön und gänsehautreif er das Glück, die Liebe und „all das Leben“ besingen konnte, so bissig-sarkastisch gelang es ihm auch, über die Vergänglichkeit der Schönheit in seinem „Hochzeitslied der anderen Art“ zu sinnieren.

Urgesteine und alte Bekannte
Und als es in der zweiten Hälfte des Abends hieß „heit wird damois, damois wird heit“, konnte nur einer auf der Bühne stehen: der Urvater des Austropops. Ein Stuhl, eine Gitarre, Ambros. Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen. Er hatte das „Skifoan“ ebenso im Gepäck wie die „Wintersun“, und durfte wohl ausgerechnet auf der Klosterwiese einen Heidenspaß gehabt haben, als er verlautbarte: „Mir geht es wie dem Jesus, mit dem ich mich verglich, denn außer alten Jungfern schwärmt niemand mehr für mich.“

Sich treu bleiben und trotzdem neu erfinden lautete die Devise bei Julia Neigel. Die seit drei Jahrzehnten erfolgreiche deutsche Ausnahmesängerin zeigte sich von einer völlig neuen Seite: Statt mit Rockklängen verwöhnte sie das Publikum mit herzlich-sinnlicher Akustik-Kost. Begleitet wurde sie dabei von Uwe Hassbecker, Multi-Instrumentalist und seit vielen Jahren als Gitarrist das Gesicht der Band „Silly“, sowie Dieter Birr, ehemaliger Sänger der „Puhdys“, der von allen „Maschine“ genannt wird und zweifelsohne als lebende Rocklegende bezeichnet werden darf.

Sehr zur Freude des Publikums hatte sich an diesem Abend auch Wolfgang Niedecken mitten in seiner Sommertour mit „BAP“ einen kleinen Solo-Abstecher zum Kloster Banz erlaubt. Doch „solo“ blieb er auf der Bühne gar nicht mal so lange: Er feierte schließlich mit seinen Freunden Hannes Ringlstetter, Werner Schmidbauer, Martin Kälberer und Pippo Pollina ein interkulturelles Musikfest in kölsch-bayrisch-sizilianischer Manier.

Musikmacher von morgen
Davon blieb zuletzt noch das außergewöhnliche Trio aus Schmidbauer, Kälberer und Pollina übrig. Und obwohl es bereits weit nach Mitternacht war, feierten die drei Vollblutmusiker das Leben und beschworen die Leichtigkeit und Lebendigkeit des Südens wieder herauf. Sie nahmen die Menge dorthin mit, „wo die Sonne wohnt“, und ließen dem südländischen Frohsinn voll und ganz seinen Lauf. Die „Lieder auf Banz“ wären nicht das, was sie sind, wenn sie nicht auch jungen Künstlern die Gelegenheit geben würden, neben etablierten Größen aufzutreten. Bereits am Vorabend des Festivals hatten sich die Preisträger des Nachwuchswettbewerbs der Hanns-Seidel-Stiftung in feierlichem Rahmen vor rund 400 Gästen präsentiert. Und dann standen sie vor zehnmal so vielen Zuschauern auf der Freilichtbühne und begeisterten mit außergewöhnlichem Sound, bissiger Satire und hintergründiger Komik. Hier verzückte zunächst Christin Henkel in Begleitung des Cellisten Juri Kannheißer die Zuschauer mit humorvoller Poesie und allerlei Gemeinheiten. Überarbeiteten Managern ging es dabei ebenso an den Kragen wie den vermeintlichen Freuden des Elternseins. Von Satire versteht auch Lennart Schilgen so einiges. Der Musik-Kabarettist wurde in diesem Jahr bereits mit dem renommierten Jurypreis des Prix Pantheon ausgezeichnet und gab auf der Bühne einen Auszug seiner „Lieder vom Schwarzmalen und Schönfärben“ zum Besten. Und schließlich nahmen sechs Jungs aus Wien das Publikum mit auf eine musikalische Reise. Klanggewaltig erzeugten Belle Fin eine Mischung aus Groove, Jazz, Reggae und Latin-Elementen und ließen das Ganze so geschickt mit dem Wienerlied verschmelzen, dass ein melancholisch-mitreißender Sound entstand, der tief ins Mark ging.

Ein außergewöhnlicher Moment
Dank „Viva Voce“ hätten auch die Umbaupausen kurzweiliger nicht sein können. Ob Geburtstagsständchen oder Reggae- und Opern-Interpretation von Helene Fischers „Atemlos“ – das fünfköpfige A-cappella-Ensemble bewies durch den Abend hindurch, wie wunderbar Spontaneität doch sein kann. Für einen ganz außergewöhnlichen Moment sorgten sie, als sie Wolfgang aus dem Publikum zu sich holten. Sie hatten den Goslarer tags zuvor kennengelernt, als er mit seiner Gitarre auf einer Parkbank auf dem Klosterberg spielte, und spontan entschlossen, ihm fünf Minuten Bühnenzeit zu schenken. Da stand er nun, vor 4000 Leuten, und erhielt für seine Darbietung von „Nein, ich lass dich nicht allein“ von Reinhard Mey Standing Ovations. Auch das sind Geschichten, die Banz schreibt.

Gegen Populismus, für Europa
Wenngleich das Musikalische an diesem Sommerabend ganz klar im Vordergrund stand, ließen es sich einige Künstler doch nicht nehmen, auch die aktuelle politische Lage anzusprechen. Es ging gegen Populismus und für Europa. Für Menschlichkeit, Solidarität und eine Willkommenskultur. Es waren leidenschaftliche Plädoyers, die stets mit tosendem Applaus beantwortet wurden. Vielleicht ist es genau diese Einigkeit, diese Verbundenheit von Künstlern und Zuschauern, die die Faszination dieses Musikfestivals ausmacht. Ein Open Air, das in seiner Form einzigartig in Deutschland ist und sicherlich auch nächstes Jahr wieder Tausende auf die Klosterwiese locken wird – ganz im Sinne des Mottos „Ein Abend mit Freunden“.

Laute und leise Momente [NP Coburg, Marc Heinz]

Die "Lieder auf Banz" locken einmal mehr das Publikum auf die Klosterwiese. Erst nach ein Uhr war Schluss.

Bad Staffelstein - Alljährlich pilgern Singer-Songwriter-Fans aus ganz Deutschland nach Banz, um an einem langen Abend eine Auswahl der besten deutschsprachigen Künstler aus der Liedermacher-Szene zu erleben, so auch am Wochenende. In diesem Jahr waren es zwei besonders lange Abende, die erst nach ein Uhr nachts mit dem großen Finale aller Künstler zu Ende gingen.

Das schöne Sommerabend-Wetter lockte so viele Menschen zum traditionellen Festival "Lieder auf Banz", dass sowohl die Klosterwiese als auch die Tribüne bis in den letzten Winkel besetzt und belagert waren. Zwölf Show-Acts mit allerhand Überraschungen boten sechs Stunden lang für beste Unterhaltung. Dafür sorgten gleich zu Beginn Viva Voce. Zur Auflockerung schnappten sie sich ein Geburtstagskind aus dem Publikum: Irene aus Bretzfeld. Die Interaktion mit der Ausgewählten zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Abend und sorgte immer wieder für Lacher.

Außerdem warteten Viva Voce mit einer ungeplanten Einlage auf. Erst am Vorabend hatten sie "Wolfgang" mit seiner Gitarre auf einer Parkbank am Kloster kennen gelernt und hörten seiner Interpretation von Reinhard-Mey-Liedern zu. "Nach dem Banzer Motto ‚Ein Abend mit Freunden‘ haben wir ihn ganz spontan gefragt, ob er sich vorstellen könnte, heute hier auf der Bühne zu stehen. Und Wolfgang konnte es sich vorstellen. "Gestern saß ich noch ganz tiefenentspannt da und jetzt befinde ich mich mitten in meiner ultimativen Mutprobe", sagte er schüchtern und räumte nach seiner Hommage an den großen deutschen Liedermacher einen stürmischen Applaus des Publikums mit "Zugabe-Rufen" ab. Wolfgangs Auftritt gehörte zu einem der leisen Momente, die jene besondere Atmosphäre ausmachen.

Nicht zuletzt diese grandiose Plattform nutzten die eingeladenen Liedermacher gern, um ihre Kritik an gesellschaftlichen und politischen Missständen zu äußern. So wurde Werner Schmidbauer, der als Höhepunkt des Konzertabends mit seinen Musikerkollegen Martin Kälberer, Pippo Pollina und Freunden auftrat, zum Glück nicht müde, im Song "Stolz" das falsche Verständnis nationaler Identität, die Politik des Fremdenhasses und der Abschottung anzuprangern.

Die Abwechslung prägte das Banz-Erlebnis. Wurde Reinhard Mey eben noch gewürdigt, so zog ihn einer der Gewinner des Nachwuchspreises der Hanns-Seidel-Stiftung, nämlich Lennart Schilgen, in einer Persiflage ordentlich durch den Kakao. Hinreißend präsentierte sich auch Christin Henkel mit Juri Kannheiser als "Band ohne Haare", die zu den Nachwuchsgewinnern gehörte. Hier der nächste "Bruch" des Abends: War Henkel der Meinung, dass man es auf "Frängisch" sagen muss, wenn man einen Mann loswerden will, so bezeichneten Hans Well und seine virtuos an Blasinstrumenten musizierenden Kinder Sarah, Tabea und Jonas das "Frängische" als den "eroddischsten Dialekt". Mit spitzer Zunge und politischer Schärfe knallten sie den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft ordentlich einen vor den Latz.

Zum Aufwärmen war Hannes Ringlstetter mit Band gekommen und gab als selbsternannte "Dienstleistungskapelle" mit Konzentration auf Niederbayern - das mussten die Franken aushalten - das gute alte "Heimatgenre" zum Besten. Auch Roger Stein setzte Akzente und brachte so manche zwischenmenschliche Schwäche auf den Punkt.

Im zweiten Teil des Festivalabends fing der Spaß erst so richtig an. Auf einen Gehstock gestützt nahm der "Urvater des Austro-Pop" Wolfgang Ambros seine langjährigen Bandkollegen Günter Dzikowski und Roland Vogel sowie das Publikum mit auf "Zeitreise". Nicht nur bei "Zwickts mi" wurde das beseelte Publikum zum Chor, auch Julia Neigel bediente sich der Gesangstalente im weiten Rund der Klosterwiese. Schwarzen Humor und jede Menge Spielfreude zeigten Belle Fin, die Nachwuchspreisträger aus Wien in kraftvoller Sechser-Formation. Da war es auf dem Klosterberg schon längst dunkel geworden und die Zuhörer auf den Decken kuschelten sich allmählich enger aneinander oder suchten die Nähe zur Bühne. Hatten Viva Voce aufgrund einer etwas längeren, technischen Umbaupause für das große Finale auf Banz ihren Auftritt mit einer kurzweilen Veralberung des Helenne-Fischer-Hits "Atemlos" im Improviations-Kabarett-Stil mit unterschiedlichen Musikgenres auf Zuruf aus dem Publikum ausgedehnt, so bildete Wolfgang Niedecken als Kölscher Bob Dylan mit Harmonika den krönenden Abschluss.