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Thomas Schimm, künstlerischer Leiter der Lieder auf Banz

„Ich sehe meine Aufgabe darin, ein perfektes Puzzle zu schaffen, das für jeden Beteiligten ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Das Publikum hier hat völlig zu Recht einen hohen Anspruch, es interessiert sich wirklich für die Künstler und ihre Musik und nicht für seichte Unterhaltung ohne Ecken und Kanten.“

Dazu gehört für Thomas Schimm weit mehr, als mit den Künstlern den perfekten Ablauf der beiden Konzertabende zu entwickeln: „Mein Job ist, dass es den Menschen mit denen und für die ich arbeite, gut geht. Dem Publikum genauso wie den Künstlern, den Mitarbeitern des Bayerischen Fernsehens genauso wie dem Organisationsteam oder den vielen helfenden Händen vor Ort.  Das Bühnengeschehen und die Dramaturgie der Auftritte an den Konzertabenden sind ein ganz wichtiger Aspekt.  Aber für ein herausragendes Festival wie hier auf Banz muss jedes Detail auch in der Vor- und Nachbereitung stimmen.“

2004 stand Thomas Schimm als Sänger erstmals auf der Bühne auf der Klosterwiese, damals bekam er als Sänger von VIVA VOCE den Nachwuchspreis der Hanns-Seidel-Stiftung verliehen. Drei weitere Konzerte sang er mit der bekannten A-cappella-Formation noch im Hauptprogramm des Festivals.

Musik und Management – über viele Jahre stemmte Thomas Schimm beides parallel. Klug genug, sich trotz aller Begeisterung für einen Arbeitsbereich zu entscheiden, wechselte er 2009 in die Leitung der neu gegründeten Künstleragentur vivo und betreut seither mit seinem Team neben VIVA VOCE auch noch das brandheiße Schweizer Instrumental-Duo Mozart Heroes, den Frontmann der Spider Murphy Gang Günther Sigl und den Sänger und Komödianten Volker Heißmann.

Mit dem Wissen und den Erfahrungen aus der langjährigen Arbeit auf und hinter der Bühne entwickelt er seine ganz eigene Vision für die „Lieder auf Banz“.

Seine behutsamen Neuerungen werten beispielsweise die Nachwuchspreisträger auf, die unter Thomas Schimms´ Leitung selbstverständlicher Teil des Hauptprogramms geworden sind und gleichberechtigt neben den großen Stars spielen. „Das gibt uns auch die Möglichkeit, das Publikum zu überraschen! Ein Konstantin Wecker oder Pippo Pollina wird immer ein herausragendes Konzert spielen, aber man kann vorher ganz gut einschätzen, was einen erwartet. Da ist Lennart Schilgen dazwischen ein spannendes Überraschungsgeschenk. Dafür ist die Zusammenarbeit mit der Hanns-Seidel-Stiftung – die die Nachwuchspreisträger auszeichnet – wunderbar. Es ist eigentlich  das perfekte Beispiel für die Zusammenarbeit auf Banz: während alle Verantwortlichen engagiert und ihren eigenen Werten treu sind, bleiben sie  tolerant und offen anderen Stimmen gegenüber.“

Thomas Schimm ist auch offen für neue Formate und Kooperationen, wie 2018 die Zusammenarbeit mit den Hamburger Küchensessions. „Ich finde die Idee charmant, dass die größte Liedermacherbühne aus dem Süden mit der kleinsten Liedermacherbühne aus dem Norden Deutschlands zusammenarbeitet. Den Künstlern gibt es die Chance, sich einem völlig neuen Publikum vorzustellen. Und ein ganz anderes Publikum kann unser Liedermacherfestival kennenlernen.“ Als Künstlerischer Leiter der „Lieder auf Banz“ sieht sich Thomas Schimm als Gegenwart einer langjährigen Geschichte mit großer Verantwortung für die Zukunft: „Ich möchte diese kostbare, gewachsene Tradition in die Zukunft tragen. Nicht alles umkrempeln, sondern Beständigkeit durch Wandel schaffen. Tradition braucht Veränderung. Mir ist bewusst, was für ein Juwel dieses Festival ist, was für ein einmaliges Geschenk es ist, hier mitarbeiten zu dürfen. Ich möchte, dass wir in 15, 20 Jahren immer noch hier gemeinsam unter dem Sternenhimmel wunderbaren Künstlern zuhören können.“